> Sonderausstellungen 2014
Herbert Bayer, Katalog "Das Wunder des Lebens", 1935, Bauhaus-Archiv Berlin, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Atelier Schneider
Herbert Bayer, Katalog "Das Wunder des Lebens", 1935, Bauhaus-Archiv Berlin, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Atelier Schneider

„mein reklame-fegefeuer“

Herbert Bayer und die deutsche Werbegrafik 1928-1938
20. November 2013 bis 24. Februar 2014


Er war einer der kreativsten Gebrauchsgrafiker seiner Zeit und dieser stilistisch um Dekaden voraus. Nach seinem Weggang vom Dessauer Bauhaus 1928 führte Herbert Bayer die am Bauhaus entwickelten Prinzipien einer modernen Werbegrafik als Gestalter in Berlin konsequent weiter. Bis zu seiner Auswanderung in die USA 1938 schuf er hunderte Plakate, Buch- und Zeitschriftentitel, Werbeanzeigen und -broschüren. Zu seinen Auftraggebern zählten neben der Konsumgüterindustrie und Verlagen auch staatliche und staatsnahe Einrichtungen. Bayer hat seine innovativen Werbeideen auch in den Dienst der NS-Machthaber gestellt.
75 Jahre nach seiner Emigration beleuchtet die Ausstellung kritisch und umfassend Herbert Bayers Schaffen in der Zeitspanne 1928-1938. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit Gastkurator Prof. Dr. Patrick Rössler von der Universität Erfurt anlässlich des Themenjahres 2013 „Zerstörte Vielfalt – Berlin im Nationalsozialismus“ realisiert.

NEUE BAUKUNST!

Architektur der Moderne in Bild und Buch
12.03.-10.06.2014

Der Kunsthistoriker und Architekturpublizist Walter Müller-Wulckow (1886-1964) gehörte zu den einflussreichsten Vermittlern der architektonischen Avantgarde in Deutschland. Seine vier Bücher zum modernen Bauen und Wohnen, die zwischen 1925 und 1932 in der Reihe der »Blauen Bücher« erschienen, entwickelten sich zu Bestsellern. Die aus Müller-Wulckows Nachlass stammende Korrespondenz, die Fotografien, Pläne und Skizzen verdeutlichen die Um- und Aufbrüche in der Architektur von 1900 bis 1930. In der Ausstellung, die aus einer Kooperation mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg hervorgeht, werden die Bücher zur Neuen Baukunst in den Kontext der Architekturpublizistik jener Zeit gestellt und die Vermittlung von Architektur im Buch anhand zahlreicher Architekturfotografien in den Blick genommen.

Lothar Lang, » Mitte betont durch Wettstreit Blau-Rot «, Studie aus
Lothar Lang, » Mitte betont durch Wettstreit Blau-Rot «, Studie aus dem Unterricht Kandinsky, 1929, Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Atelier Schneider

Wassily Kandinsky. Lehrer am Bauhaus
25.06.-08.09.2014    
   

Wassily Kandinsky (1866 –1944) war einer der wichtigsten Lehrer am Bauhaus, aber sein Unterricht ist bisher nur in Teilen dokumentiert. Basierend auf einem Forschungsprojekt der Société Kandinsky werden in der Ausstellung erstmals Dokumente und Materialen aus internationalen Archiven und Sammlungen präsentiert, die es ermöglichen, Kandinskys Unterricht am Bauhaus umfassend darzustellen. Dabei handelt es sich vor allem um Aufzeichnungen, die er zur Vorbereitung seines Unterrichts
angefertigt hat, sowie um Abbildungen aus den Bereichen Natur, Technik, Architektur und Malerei, die er aus Zeitungen und Büchern ausgewählt hat. Neben Mitschriften und Übungen seiner Schüler werden auch Zeichnungen und Aquarelle von ihm selbst gezeigt. Die Exponate stammen u.a. aus dem Centre Pompidou Paris, aus dem Getty Research Institute Los Angeles und aus den reichen Beständen des Bauhaus-Archivs.

László Moholy-Nagy, Lichtrequisit einer elektrischen Bühne, 1930 (Replik von 1970), Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Fotostudio Bartsch © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
László Moholy-Nagy, Lichtrequisit einer elektrischen Bühne, 1930 (Replik von 1970), Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Fotostudio Bartsch © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Sensing the Future: László Moholy-Nagy und die neuen Medien
08.10.2014 - 12.01.2015

Das Bauhaus-Archiv wird in Kooperation mit dem Plug In Institute for Contemporary Art, Winnipeg, Kanada eine Ausstellung zu László Moholy-Nagys bahnbrechenden Medientheorien und -arbeiten zeigen, die von Oliver Botar von der School of Art, University of Manitoba kuratiert wird. Mit seinem künstlerischen Werk und dem experimentellen Einsatz von neuen Medien überschritt Moholy-Nagy die Grenzen des konventionellen Kunstverständnisses. Seine Herangehensweise war geprägt von interdisziplinären Ansätzen und stellte zugleich die traditionelle Wahrnehmung von Kunst grundlegend auf den Prüfstand. Mit seiner Haltung war er seiner Zeit weit voraus und verwies schon damals auf heute noch relevante Diskurse. Die facettenreiche Medienkunst Moholy-Nagys wie auch Arbeiten zeitgenössischer Künstler wirken unmittelbar auf die unterschiedlichen Sinne des Betrachters und vermitteln dadurch neue Zugänge zur Kunst für Menschen mit und ohne Sinnesbeeinträchtigungen.

Ganzjährig 2014

Christian Dell, Weinkanne, 1922, Neusilber, Ebenholz, Bauhaus-Archiv Berlin
Christian Dell, Weinkanne, 1922, Neusilber, Ebenholz, Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Fred Kraus

Die Sammlung Bauhaus

Originale der Klassischen Moderne
Ganzjährig


Die „Sammlung Bauhaus – Originale der Klassischen Moderne“ in neuem Glanz. Die Präsentation der Sammlung legt den Schwerpunkt auf Bauhaus-Objekte, Architektur-Modelle sind ebenso zu sehen wie die „Bauhausleuchte“  oder bekannte Stahlrohrmöbel, die zu den Klassikern der Moderne gehören. Darüber hinaus werden einige der wichtigsten Werke von Josef Hartwig aus dem Nachlass des  Meisters in der Weimarer Steinbildhauerei präsentiert.

Das Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung in Berlin erforscht und präsentiert Geschichte und Wirkungen des Bauhauses (1919 - 1933), der bedeutendsten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert. Die Sammlung Bauhaus zeigt das gesamte Spektrum der Schule: Architektur, Möbel, Keramik, Metall, Fotografie, Bühne und Arbeiten aus dem Vorkurs sowie Werke der berühmten Lehrer Walter Gropius, Johannes Itten, Paul Klee, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Josef Albers, Oskar Schlemmer, László Moholy-Nagy und Ludwig Mies van der Rohe. Noch heute sind die »Bauhausleuchte«, der »Wassily« Sessel oder die »Bauhaus-Tapete« Moderne Klassiker. Die Präsentation von Gemälden, Zeichnungen, Plastiken und Modellen der Meister und Schüler des Bauhauses in der weltweit umfangreichsten Sammlung belegen den nachhaltigen Einfluss des Bauhauses. Die Bibliothek hält für die wissenschaftliche Arbeit mehr als 32.000 Bände (Bücher, Zeitschriften, Kataloge) zur Ideen- und Wirkungsgeschichte des Bauhauses vor. Die Dokumentensammlung enthält Manuskripte, Briefe, Druckschriften, Zeichnungen, Pläne und Fotos sowie den Gropius-Nachlass.

Informationen über vorherige Sonderausstellungen finden Sie im Ausstellungsarchiv.